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Sehenswertes

Astronomische Uhr
Brigachquelle
Glockenspiel
Klosterhof - Klosterlinde
Klosterweiher
Lapidarium
(Steine aus der Klosterzeit - Mineralienausstellung)
Museen


Astronomische Uhr

Astronomische Uhr

Sphärische Uhr mit Darstellung der Mondphase, konstruiert von Christoph Jäckle und gestaltet von Bildhauer W. Dorn.

(Gründung des Klosters, Untergang in den Flammen des Dreißigjährigen
Kriegs, Beginn der Uhrenherstellung und des Uhrenhandels, Ausbreitung
dieser Industrie als Grundlage der wirtschaftlichen Existenz der Stadt).


Brigachquelle - ein Quellfluss der Donau

Auf der Strecke von St. Georgen über Brigach nach Furtwangen oder Schönwald lädt bei den letzten Höfen von Brigach ein kleiner Parkplatz und das Schild „Brigachquelle“ zum Halt ein. Nur wenige Schritte sind es zu dieser Quelle beim Hirzbauernhof. Der stattliche Hof und die Quellanlage bilden den Beginn des schönen Brigachtales. Über dem Wasseraustritt sieht man einen Sandstein mit einer figürlichen Darstellung. Es ist eine Kopie des Brigachreliefs oder Dreigöttersteines. Das Original kann im Lapidarium der Stadt St. Georgen betrachtet werden.

Adresse: Hirzbauernhof, Obertal 10, 78112 St. Georgen

Weitere Informationen (293,8 KB)


Glockenspiel

Glockenspiel

Das Glockenspiel (Entwurf: J. Homolka) besteht aus 16 Glocken mit
elektronischer Schaltanlage, exakt abgestimmt nach den entsprechenden
Tondispositionen mit diversen Melodienzyklen (gemäß der Jahreszeit
angepaßt). Das Glockenspiel soll die Entwicklung des Gemeinwesens der
Stadt St. Georgen demonstrieren (Gründung des Klosters, Verleihung des
Marktrechtes, Ernennung zur Stadt). Vier Figuren zieren das Glockenspiel
(Einweihung am 29.06.1985).

Die Plastiken stellen folgende Personen dar:

Kaiser Maximilian - (er verlieh der Stadt das Marktrecht)

Großherzog Friedrich von Baden - (er erhob St. Georgen zur Stadt)

Abt Theoger - (er brachte das berühmte St. Georgskloster einst zur Blüte)

Die vierte Figur stellt einen St. Georgener Bürger als Symbol des Handwerks und der Industrie dar.


Eine Kostprobe des Glockenspiels können Sie sich über folgende Links anhören:
Ein Ausschnitt des Glockenspieles als Wave-Datei (371,5 KB)
Ein Ausschnitt des Glockenspieles als MP3-Datei (134,5 KB)
Gesamt Länge des Glockenspieles als MP3-Datei (1,015 MB)

Sie haben noch keinen MP3-Player? Hier können Sie den Winamp-Player downloaden. 


Klosterhof - Das Naturdenkmal Klosterlinde

Klosterlinde um 1900
Klosterlinde im Mai 2000

Die Klosterlinde erinnert viele Einwohner St. Georgens an die Klosterzeit, dabei war diese zur Zeit der Pflanzung dieses Baumes weitgehend Vergangenheit. Fachleute schätzen das Alter der Linde auf etwa 300 - 400 Jahre. Ihr Standort befand sich außerhalb des inneren Konvents, aber innerhalb der ehemaligen  Klostermauern, zwischen dem Refektoriumsgebäude und dem „Kasten“, der ehemaligen Klosterzehntscheuer. Die Klosterlinde war wohl der markanteste Baum in der Stadt, bis ihr durch den Bau des ehemalige  Progymnasiums und die Umgestaltung des Klosterhofes die Nahrung und Luft beschnitten wurde. Der stattliche Baum kränkelte immer mehr und drohte einzugehen. Pflege- und Schutzmaßnahmen zeigen aber gute Wirkung, so dass wohl noch weitere Generationen sich an diesem Naturdenkmal freuen können und die
„Klosterlinde“ weiter ein fester Begriff in St. Georgen bleibt.

Die jetzige Linde hat zumindest 3 bekannte Vorgängerinnen. Die erste Klosterlinde, oder Gerichtslinde wie sie damals hieß, stand nordöstlich des heutigen Rathauses, wo auch der Schnappgalgen war. Unter ihr wurde Recht gesprochen. Ursprünglich übte der Abt nur die niedere Rechtsprechung über Leib und Leben, also nur bis zum Todesurteil, aus. Todesurteile waren den Schutzvögten vorbehalten. Mitte des 17. Jahrhunderts, als das Kloster die Vogteirechte erworben hatte, übte es dann auch die hohe Gerichtsbarkeit aus.

Zwei weitere Linden innerhalb der Klostermauern wurden um 1810 und 1830 versteigert und gefällt.


Klosterweiher

Klosterweiher

Der Klosterweiher ist ein 30.000 qm großer, von der Brigach gespeister Naturweiher mit Strandbad. Der Weiher wurde vom Kloster als Fischweiher angelegt und diente außerdem zum Betrieb der Klostermühle.


Lapidarium

Lapidarium


Steine aus der Klosterzeit, so steht es auf den Schildern an den Straßen, welche den Weg in den Klosterhof zeigen. Dort findet man jetzt eine schöne Glasgalerie, in der ein wesentlicher Teil der St. Georgener Steinesammlung gezeigt wird.

Das Lapidarium, also die Steinesammlung, ist wohl der älteste Teil der St. Georgener Museen. Allerdings führte es bisher ein Schattendasein. Wahrscheinlich geht die Sammlung auf das Jahr 1867 zurück, als die Ruine der Klosterkirche abgebrochen wurde. Die Gemeinde ist damals von der Großh. Verwaltung in Karlsruhe zur größten Sorgfalt verpflichtet worden. Etwa vorkommende Inschriftsteine, Steine mit Figuren oder Wappen und Grabgewölbe dürften keinesfalls zerstört werden. Über die damals geborgenen Steine ist nichts bekannt, denn die Wertschätzung im Ort war gering.

Diese Geringschätzung der historischen Steine war bis in jüngste Zeit vorhanden. Die Grabplatte des Adalbert Ellerbach aus dem Jahr 1121, eines der wertvollsten Stücke des Lapidariums, ist ein Beispiel hierfür.
Sie wurde 1911 auf dem Platz des ehemaligen Friedhofes geborgen und lag etwa 25 Jahre ohne Beachtung herum und landete dann auf einem Schotterplatz. Der Heimatforscher B. Heinemann veranlasste die Bergung
der Platte und sie wurde zu den übrigen Steinen aus der Klosterzeit gebracht. Nach den Grabungen von 1958 im Bereich des ehemaligen Klosters kamen die dabei geborgenen Steine zusammen mit den vorhanden über mehrere Stationen schließlich in einen Kellerraum des neuen Schulgebäudes. Wegen mangelnder Unterstützung scheiterten die Bemühungen des hiesigen Architekten W. Straub, die Steine zu untersuchen und zuordnen. Es blieb „Ein wüster Steinhaufen“ bis 1995 das Landesdenkmalsamt die Klostersteine wissenschaftlich untersuchen ließ. Diese Untersuchung finanzierte der Verein für Heimatgeschichte mit Hilfe privater Spenden.

Mangelnder Platz und ungünstiger Zugang erschwerten weiterhin eine richtige Präsentation. Erst mit der 2002 gebauten Galerie im Klosterhof kann ein großer Teil der historischen Steine nun jederzeit besichtigt werden. Eine knappe Beschriftung gibt dem Betrachter Hinweise auf die ehemalige Verwendung der Ausstellungsstücke.

Wenn in absehbarer Zeit die Ergebnisse Grabungen und Untersuchung veröffentlicht werden, sind die Steine für den Laien noch interessanter und aussagekräftiger und das Fenster in die Vergangenheit St. Georgens
wird weiter geöffnet.

Text: Willi Meder