Gewerbestruktur

Im traditionell gewerblich-industriell geprägten Wirtschaftsstandort St. Georgen werden technologisch führende High-Tech-Produkte für höchste Ansprüche an Präzision und Zuverlässigkeit hergestellt. Früher eine Hochburg der Uhrenindustrie, später auch der Unterhaltungselektronik, umfasst das Spektrum heute die Mess-, Regel- und Steuerungstechnik, die Feinmechanik, die Elektrotechnik / Elektronik, die Kunststofftechnik, die Metallverarbeitung und den (Spezial-) Maschinenbau. In den letzten zehn Jahren entwickelte sich St. Georgen auch zum erfolgreichen Software- und Multimedia-Standort.

Rund 20 Jahre nach dem Niedergang des heimischen Großunternehmens DUAL, ehemals größter Hersteller von Unterhaltungselektronik in Europa, ist St. Georgen heute ausschließlich mittelständisch geprägt. Die ansässigen kleinen und mittleren Unternehmen sind dabei im Regelfall im hohen Maße wettbewerbsfähig und dank hoher Innovationskraft und Flexibilität bei starker Orientierung auf Kundenbedürfnisse wichtiger Bestandteil der internationalen Investitions- und Konsumgüterindustrie. Das vielfältige Kundenspektrum umfasst führende Handy- und Schreibgerätehersteller ebenso wie bekannte Namen aus der Investitionsgüterindustrie oder der Luft- und Raumfahrtindustrie. In den letzten Jahren hat dabei die Bedeutung der Automobilindustrie, einschließlich der Systemzulieferer,als Abnehmer für Präzisionsprodukte der Sensorik oder der Lüftungstechnik „Made in St.Georgen“ stark an Bedeutung gewonnen. Praktische Anwendungsbeispiele sind die Klimatisierung von Autositzen oder die Sensortechnik für Airbags, Gurtstraffer und Überrollbügel.

St. Georgen hatte im Jahr 2008 5.168 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die mit einem Anteil von 69,1 % überwiegend im produzierenden Gewerbe tätig waren. In den 1970er und frühen 1980er Jahren betrug dieser Anteil sogar über 80 %. Damit ist in St. Georgen die Dominanz des produzierenden Gewerbes gegenüber dem Dienstleistungssektor sogar noch höher als in der Gesamtregion Schwarzwald-Baar-Heuberg. Hier lag der Anteil des produzierenden Gewerbes in 2008 bei lediglich 53,6 %.

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