„Fairliebt in St. Georgen“

Über fair gehandelte Bio-Baumwolltaschen dürfen sich Bergstadt-Freunde künftig freuen. Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town St. Georgen hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Blaue Fairtrade-Bio-Baumwolltaschen mit dem Aufdruck „Fairliebt in St. Georgen“ sowie der Stadtkulisse können künftig von Einheimischen als auch Touristen erworben werden und sorgen für einen plastiktütenfreien Einkauf in der Bergstadt.

Die Käufer der Stofftaschen können sich über ein besonderes St. Georgener Produkt freuen und tun dabei doppelt Gutes: Zum einen unterstützen sie mit dem Kauf der fair gehandelten Taschen die Produzenten und zum anderen fließen zusätzlich mit dem Verkauf jeder Tasche 36 Cent an ein soziales Projekt. Nebenbei sorgt die Tasche für einen Einkauf ohne Plastiktüte und leistet damit einen Beitrag zum Umweltschutz.
 
Die Auflage der Stofftaschen ist limitiert auf 250 Stück. Wie Tobias Fritzsche, Sprecher der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town St. Georgen, berichtete, kosten die gedruckten Taschen im Einkauf 3,14 € pro Stück. Verkauft werden die Taschen für 3,50 €. Die überschüssigen 36 Cent pro Taschen fließen an das Kinderheim „Purpose Uganda Babies Home“.
 
Die Taschen wurden – selbstverständlich ohne Kinderarbeit oder sozial unverträgliche Arbeitsbedingungen – in Indien hergestellt. Die Bedruckung der Taschen erfolgte in einer Druckerei in Deutschland. Der Artikel selbst sowie die Druckfarben sind GOTS-zertifiziert (Global Organic Textile Standard).
 
Verkauft werden die Stofftaschen künftig über das Rathaus St. Georgen, das Café Bohnenheld, Natur- und Feinkost Hoppe, das Yogastudio SchwarzwaldSeele, den Kaufladen, die Initiative Eine Welt e.V. sowie die Freie Schule Brigach.
 
 
Weitere Informationen & Kontakt
 

Das Spendenprojekt „Purpose Uganda Babies Home“
 
Uganda ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Es grenzt im Norden an den Sudan, im Süden an Tansania und im Südwesten an Ruanda an. Das Land zählt zu den wirklich armen Ländern der Welt. Nur etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Wasser. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 53 Jahre. 2012 gab es in Teilen des Landes eine Ebola-Epidemie. Die Zahl der HIV infizierten beträgt ca. 600.000. Immer wieder kommt es vor, dass sich Eltern nicht um ihre Kinder kümmern (können). Manchmal findet man Säuglinge, die an einem öffentlichen Ort ausgesetzt werden. Das Babies Home wurde von Remmie Kimera (Sozialarbeiterin) und Barbara Apule (Krankenschwester) in Entebbe im Jahr 2009 gegründet. Anlass dafür war nicht zuletzt die Bitte einer AIDS-kranken Mutter, sich um ihre Kinder zu kümmern. Nach und nach wurden immer mehr ungewollte und verwaiste Kinder aufgenommen. Für sie alle wurde das Babies Home zu einem besonderen Ort, an dem sie sich geborgen und Zuhause fühlen können. Rebekka Ziegler aus Königsfeld hat ein Jahr lang im Babies Home gearbeitet und bürgt dafür, dass die Spendengelder hier sehr gut angelegt sind.
 

Fairtrade-Town St. Georgen
 

Unter dem Motto „Gute Arbeit verdient fairen Lohn“ engagieren sich St. Georgener Vereine, Kirchen, Schulen, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmerinnen und Unternehmer schon lange für fair gehandelte Produkte. Als erste Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis wurde St. Georgen für seine Aktivitäten im Fairen Handel ausgezeichnet und erhielt im September 2014 den Titel „Fairtrade-Town“.
 
Die lokale Steuerungsgruppe besteht aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus St. Georgen. Darunter sind Vertreter der Initiative Eine Welt e.V., der Kirchen, Schulen, Medien, des Einzelhandels und der Stadtverwaltung. Sie treffen sich regelmäßig, um Ideen zu sammeln und mit gemeinsamen Aktionen das Thema „Fairtrade“ ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.
 
 
Kontakt

Steuerungsgruppe Fairtrade-Town St. Georgen
Hauptstraße 9
78112 St. Georgen
Email: fairtrade@st-georgen.de
www.facebook.com/fairtradetownstg
Sprecher: Tobias Fritzsche