Taslima Akhter eröffnet ihre Fotoausstellung

Rund 30 interessierte Gäste kamen zur Eröffnung der sehr nachdenklich stimmenden Fotoausstellung im Rathaus. Die zwölf oftmals erschütternden Plakate erzählen Geschichten über Menschen und Ereignisse rund um die Textilindustrie in Bangladesch. Die Ausstellung dauert noch bis einschließlich 28. September 2017, im Anschluss werden die Bilder zur Fairtrade-Stadt Bad Dürrheim weitergegeben.

"Mir ist es wichtig, dass trotzdem noch Kleidung gekauft wird, sonst haben die Menschen dort gar keine Arbeit mehr", so Akhter. Man sollte aber manchmal doch nachfragen, wo die Kleidung herkommt und sich selbst die Frage stellen, ob ein T-Shirt für 1,99 Euro wirklich sein muss.

Taslima Akhter erklärte den Gästen ihre Fotos und erzählt auch Geschichten, wie es zu den Bildern kam. Anhand von angebrachten QR-Codes an den Plakaten kann auch jeder Besucher ein kleines Video mit dem Handy abrufen.
 
Axel Schütz, Lehrer am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium in Bad Friedrichshall, organisierte die 10-tägige Reise von Akhter. Er wurde u.a. von zwei Schülern begleitet, die den Besuch aus Bangladesch filmisch festhalten und einer Schülerin, die für die Übersetzung dabei war. Der Kontakt entstand über Michaela Conzelmann, Lehrerin am Thomas-Strittmatter-Gymnasium. Dort fanden am Vormittag zwei Workshops statt und es gab einen Vortrag vor 180 Schülerinnen und Schülern.
 
Taslima Akhter ist freie Fotografin und Dozentin für Fotojournalismus. Sie stammt aus Dhaka, Bangladesch und wurde bereits mehrfach für ihre Bilder ausgezeichnet. Sie studierte Verwaltungswissenschaften an der Universität in Bangladesch und danach Fotografie am Pathshala South Asian Media Institute. Sie arbeitet zudem als Koordinatorin der „Bangladesh Garment Workers Solidarity“, einer Organisation zur Unterstützung der Textilarbeiter in Bangladesch.